M(E)rwin's Welt - Das Interview mit Erwin Bader

Woher nimmst Du die Ideen für Deine Kreationen?

Ich habe eine ganz eigene Stilrichtung von Kunst, diese nenne ich „naturaler Merwinismus“.

80% der Ideen finden ihren Ursprung in der Natur. Da bin ich gerne. Die Vielfältigkeit und Formen inspirieren, da kann man nichts falsch machen. Jede Art von Form ist irgendwo in der Natur wiederzufinden.  

20% der Kreationen fallen modern aus. Da versuche ich Harmonie und Bewegung in Metall umzusetzen und dadurch das Metall zu Leben zu erwecken. 


Wie bist Wie bist Du denn überhaupt zur Kunst gekommen? Wie zu dieser Art der Kunst?

Schon zu Schulzeiten  war ich künstlerisch begabt. Die Möglichkeiten damals waren jedoch sehr begrenzt, resp. nicht vorhanden. Ich habe also eine Ausbildung zum Mechaniker gemacht, was  mir schliesslich auch den Weg geebnet hat. Parallel konnte ich an der neuen Kunstschule in Zürich die Ausbildung zum Werbegrafiker absolvieren. Ich hatte also die Möglichkeit, mich "bildlich" wie auch "handwerklich" weiterzubilden. 

Während 28 Jahren führte ich meine eigene Stanzerei, wodurch ich mich mit den verschiedensten Materialien auseinandersetzte (Zusammensetzung, Härte, Verarbeitung, etc.). Als Ausgleich zur Arbeit lebte ich am Wochenende meine Kreativität in meinem Schmiedeatelier aus. Dieses war immer schon ein Traum von mir, gewachsen durch die Ausbildungszeit, zu welcher wir in einer Schmiede „trainierten“.

In der Werkstatt finden sich allerlei Werkzeuge – magst Du etwas darüber erzählen? Woher hast Du sie? Wofür sind sie? Wie kommst Du zu all diesen Werkzeugen?

Einige Werkzeuge konnte ich zusammen mit der Schmiede übernehmen, andere habe ich dazugekauft oder mitgebracht. Manche Werkzeuge habe ich gar doppelt. Ich bin froh, so gut ausgestattet zu sein, denn fehlt nur ein Werkzeug, blockiert dies die gesamte Arbeit. Es ist also jeder Helfer im Einsatz und so auch jede Schweissart (ca. 6 Arten in der Zahl) anwendbar. Schweissen in sich ist eine Kunst für sich.


Arbeitest Du mehrheitlich auf Auftrag oder wie bringst Du Deine Kunstwerke an den Mann und die Frau?

Eigentlich arbeite ich eher selten auf Auftrag. Regelmässige Ausstellungen bringen meine Kunst unter die Leute. Und neu präsentiere ich meine Werke auch auf Facebook. Es sind alles Unikate. 

Die Leute sind auch jederzeit herzlich willkommen bei mir in der Schmiede.

Und was ist das Speziellste, das Aufregendste, das Du je erschaffen hast?

Ein Jagdfalke. Der Raubvogel steht für mich für Kraft und Intelligenz. Dies in Metall zu widerspiegeln, anhand unterschiedlichen Metallen, die ich zusammen verarbeitet habe, die sich aber normalerweise nicht verbinden lassen.

Dem Metall das Leben des Raubvogels einzuhauchen, diese Kraft und Intelligenz.

 

Anja Eicher ergänzt: mein Favorit ist ja der Phoenix, der sich bald aus der Asche erheben wird (Fortsetzung folgt)...


Am 18. April 2020 findet von 14.00 bis 17.00 Uhr  im Salon Le Coiffeur Denise Müller an der Poststrasse 2 in Solothurn eine Vorstellung des Künstlers und seiner Kunstwerke statt.

Erwin Bader freut sich jederzeit auf Besuch in seinem Schmiedeatelier an der Bahnhofstrasse 4 in Lüterkofen.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

ae events

schmiedengasse 21 

4500 solothurn

 

info(at)ae-events.ch

+41 (0)79 129 55 38